Presse

Pressestimmen zu Samuel Capricornus: Ein Kosmopolit in Reutlingen (30. Juni & 1. Juli 2018)

Tanzende Töne des Glaubens [Capricornus war] ein ehrgeiziger Bursche, streitbar, genialisch bis zum frühen Tod mit 37 Jahren, dessen Motetten und geistliche Konzerte in ganz Europa Beachtung fanden. Und der, wie so viele, im Schatten von Bach und Händel vergessen wurde. Nikolai Ott, auch er ein junger, aufstrebender Kirchenmusiker, holte ihn nun aus der Versenkung. (…) Knitz und einfühlsam ließ er diesen Capricornus in Worten lebendig werden, ehe die Musik diesen Meister noch einmal ganz anders beleuchtete.
Die kam von einem Gesamtchor aus Kirchenchor Mittelstadt, dem Chor des Thomas-Selle-Ensembles, den Instrumentalisten der Bockshorn Players (…) sowie Gesangssolisten. Bei Letzteren wirbelten die Umstände Otts Pläne kräftig durcheinander: Für die erkrankte Sarah-Lena Eitrich konnte man Isabelle Métrope gewinnen; für Tenor Marcus Elsässer, der unerwartet früh zur Entbindung seiner Frau eilen musste, war es zu spät für Ersatz. Ein Stück mit Tenorsolo fiel am Samstag weg, sonst übernahm Altus Jan Herrmann manches. Den Rest sang Ott dirigierend vom Pult weg – und das nicht schlecht! Am Sonntag sollte Elsäßer wieder dabei sein.
Eine würdige Hommage wurde es. (…) Eine Klangwelt, in der Capricornus die italienische Liebe für eingängigen Melodienstrom auf charmante und oft sehr tänzerische Weise mit der deutschen Vorliebe für kontrapunktische Mehrstimmigkeit kreuzt. (…) Glockenrein anmutig schwingen über diesem Gewebe die Sopranstimmen von Julia Hinger und Isabelle Métrope, sanft und rund und vor allem in den Höhen wohlkonturiert der Bass von Saloum Diawara, der feine Altus Jan Hermanns. Die Bockshorn Players grundieren das mit schlankem Ton, federnder Rhythmik und delikaten Klangfarben: mit Theorbe, Bassviolone, Cello und Cembalo als zuweilen fast jazzendem Bassgerüst. (…) Dieser Capricornus hatte Geschmack!
Reutlinger General-Anzeiger, 2.07.2018 Vollständiger Artikel (kostenpflichtig)

 

Pressestimmen zu Versöhnung a cappella (17. Juni 2018)

Chorgesang in Vollendung erleben die Besucher des Konzertes mit dem kammerchor figure humaine am Samstagabend in der evangelischen Stadtkirche in Gaildorf. (…) Neben die tiefe Trauer von Mauersbergers „Wie liegt die Stadt so wüst“ trete versöhnlich Philippe Mazés jubelnde „Hymne“ (UA). (…)
Frank Martins Messe für Doppelchor beschloss das Konzert. Zum „Kyrie“ ließen die Choristen die stimmliche Ausbreitung bis ins kraftvolle Tönen aufblühen. Leichte Klangpracht brachte das „Gloria“, aber auch Klagetöne zum „Miserere“. Geheimnisvoll zart wirkte das „Et incarnatus est“ im „Credo“, gefolgt von einem „Crucifixus“-Aufschrei und einem innigen „Passus et sepultus est“. Wie ein Schwarm an Tönen erschien danach das „Et resurrexit“, das Auferstehen. (…)
Für den Kammerchor „Figure Humaine“, seinen Leiter Denis Rouger und den Komponisten Philippe Mazé gab es lang anhaltenden Beifall. Als Zugabe war Felix Mendelssohns „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ zu hören.
SüdWest Presse, 20.06.2018 Vollständiger Artikel

 

Pressestimmen zu Les Heures (28. und 29. April 2018)

Die Kunst der hohen Töne und des Anhaltens. (…) Mit Liedern wie „O Salutaris“ von André Caplet verdeutlichte das junge Ensemble, wie modern sakrale Musik sein kann. (…) Eine Uraufführung in Deutschland erlebten die Gäste in Rohrdorf, denn Philippe Mazé hatte sein Lied „Ce soir“ nur für das Vokalensemble Les Heures geschrieben. (…) Stehende Ovationen folgten auf das rund einstündige Konzert, sodass Les Heures mit „Guten Abend, Gute Nacht“ eine passende Zugabe erklingen ließ.
Schwarzwälder Bote, 2.05.2018 Vollständiger Artikel

Pressestimmen zum Programm Düfte der Ferne (März und April 2018)

Chormusik auf höchstem Niveau erlebt. (…) In dunkler-schwebender Stimmung, und mit dennoch bezaubernden hohen Kantilenen, fesselte figure humaine die Zuhörer von Beginn an mit seinem Programm. (…) Somit wurde den Anhängern der Chormusik in Buchen ein Bonbon nach dem anderen mit vorbildlichem Ensembleklang in französischer und deutscher Sprache dargeboten. (…) In jedem Aspekt der Aufführung vollzog sich ein auf hohem Niveau brillantes wie ausdrucksstark und sinnreich konzipiertes Programm. Fast immer in Begleitung von der vorzüglich musizierenden Katharina Schlenker am Flügel und mit der stets souveräner Leitung des ehemaligen chef de chœur der Kathedrale Notre-Dame de Paris, Prof. Denis Rouger, konnte das Buchener Publikum Chormusik auf höchstem Niveau über fast zwei Stunden genießen.
Fränkische Nachrichten, 25.04.2018 Vollständiger Artikel

Pressestimmen zum Programm Lux in tenebris …und die Finsternis hat’s nicht begriffen (14. und 15. April 2018)

Das Vokalensemble cantus imperitus strahlte große Ruhe aus und bewältigte ein wirklich schwieriges Programm mit großer Leichtigkeit. (…) Das „Gloria Patri“ singen die hohen Frauenstimmen makellos. Lichteffekten wie diesem begegnete man an diesem Abend immer wieder. (…) Am Anfang steht eine helle Frauenstimme von großer Intensität. Sie scheint das Licht zu verkörpern. (…)  „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ von Heinrich Schütz strahlt eindrucksvoll: Ganz hell und gelöst leuchteten hier die jungen Stimmen.
Kreiszeitung Böblinger Bote, 16.04.2018

Was besonders gefiel: die jungen, frischen Stimmen, die klare Artikulation der zumeist in Latein gesungenen Texte, der wohldosierte Schönklang, der immer wieder aufblühte, und die kontemplative und dennoch sehr lebendige Atmosphäre. (…) Besonders anrührend gestaltete cantus imperitus das über zehnminütige „Canticum Calamitatis Maritimae“, in dem der Finne Jaakko Mäntyjärvi die Katastrophe des Untergangs der Estonia verarbeitet hat. Das Werk spricht eine individuelle, vielgliedrige Sprache voll tiefer Emotion. Nikolai Ott dirigierte das alles mit ruhiger, unaufgeregter Intensität.
Schwarzwälder Bote, 18.04.2018 Vollständiger Artikel